Manuelle Therapie

Bei der Manuellen Therapie werden mit Mobilisationstechniken mit oder ohne Impuls Blockaden vor allem an der Wirbelsäule gelöst. Die Hände werden dabei für die Untersuchung und die Behandlung von Störungen am menschlichen Bewegungsapparat eingesetzt. Die Manuelle Therapie versucht, eben diese Störungen im Bewegungsapparat festzustellen, um mit gezielten Techniken schonend und schmerzlos zu therapieren. Die Störungen liegen dabei nicht immer zwangsläufig dort wo auch die Beschwerden sind, oft entstehen sie an ganz anderen Orten. Die Manuelle Therapie wird durch entsprechend ausgebildete Ärzte und Physiotherapeuten ausgeübt. Sie eignet sich bei einer Vielzahl von Problemen am Bewegungsapparat. Die Ausbildung in der Manuellen Therapie erfolgt durch die Schweizerische Arbeitsgruppe der Manuellen Therapie: http://manuelletherapie-samt.ch

Die Therapeuten der Physiotherapie Schaffhausen sind Mitglied bei der SAMT und sind dadurch verpflichtet sich regelmässig in der Manuellen Therapie weiterzubilden. Die SAMT arbeitet eng zusammen mit der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Manuelle Medizin (SAMM). 


Dry Needling

Wie bei der Triggerpunkttherapie wird das Dry needling (trockenes Nadeln) als eine relativ neue Therapieform eingesetzt um schmerzhafte Stellen in einem verspannten Muskelstrang zu behandeln. Die verspannten Muskelstränge werden zuerst ertastet und dann mit einer Einwegakupunkturnadel behandelt. Dabei wird eine lokale Zuckung im verspannten Muskel ausgelöst, welche die einzelnen Muskelfasern voneinander lösen kann. Patienten mit Muskulären Schmerzen reagieren oft sehr gut auf die Anwendung von Dry Needling, in bestimmten Fällen wie aktueller Blutverdünnung, Sensibilitätsstörungen, Infekten etc. kann diese Therapieform jedoch nicht angewendet werden. Die lokalen Zuckungsantworten im behandelten Muskel sind der Schlüssel bei dieser Behandlungstechnik, denn diese führen nachweislich zu einer Veränderung des lokalen Biochemischen Millieus wobei die Entzündungsverursachenden Substanzen ausgewaschen werden und der Säuregehalt im Muskel abnimmt.


Medizinische Trainingstherapie (MTT)

In der medizinischen Trainingstherapie erhalten Sie ein individuelles, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Trainingsprogramm. Damit können Sie Ihre körperlichen Probleme selbst in den Griff kriegen. Unter physiotherapeutischer Aufsicht wird die Übungsausführung besprochen und instruiert, bis Sie Ihr individuelles Übungsprogramm mit Sicherheit und einem angemessenen Zeitaufwand zuhause oder an den Geräten ausführen können. 

Tape

Tapeanlagen sind aus der Sportszene bekannt, fast jeder kennt die knallig farbigen Klebestreifen bei den Sportlern aus dem Fernsehen. Beim Taping werden die elastischen Eigenschaften des Tapes genutzt, welches die Haut nach dem aufkleben leicht anhebt was eine Druckabnahme bewirkt und indirekt zu einer Schmerzlinderung führt. Damit können die natürlichen Heilungsprozesse optimal ablaufen und durch spezielle Anlagetechniken Schwellungen abgebaut werden oder Muskeln und Gelenke in ihrer Funktion unterstützt werden. Durch die Eigenschaften des Materials (Luft-und Flüssigkeitsdurchlässig, 100% Baumwolle mit einer Acrylbeschichtung) kann das Tape über mehrere Tage und bei allen Tätigkeiten getragen werden. Damit ist es eine kostengünstige 24-stündige Ergänzung zur Physiotherapie.

Triggerpunkttherapie

Triggerpunkte sind schmerzhafte, oft ausstrahlende Stellen in einem verspannten Muskelstrang.

Diese sind auf eine "Energiekrise" im betroffenen Muskel zurück zuführen: In der Verspannten Muskulatur ist aufgrund der erhöhten Spannung die Durchblutung reduziert. Diese Minderdurchblutung führt zu einer Übersäuerung im betroffenen Muskelteil was die Sauerstoff- und Energieaufnahme herabsetzt, worauf der Muskel mit noch mehr Spannung reagiert. Um aus diesem Teufelskreis auszubrechen muss die Durchblutung wieder in dem betroffenen Muskel wiederhergestellt werden. Die Triggerpunkt-Therapie versucht dies mittels einer speziellen Drucktechnik. Diese Anwendung ist oft schmerzhaft und nach einer Behandlung kann dieser Körperteil einige Tage gereizt sein.

Osteopathische Techniken

Die Osteopathie ist ein riesiges, im Alternativmedizin angesiedeltes, uneinheitlich definiertes Gebiet und lässt sich nur schwierig in wenigen Sätzen zusammenführen. Einfach erklärt werden durch feinste Bewegungen an der Gewebebarriere oder weg davon Läsionen gelöst. Als grundlegende Annahme wird dabei davon ausgegangen, dass der Körper als Funktionseinheit grundsätzlich zur Selbstregulierung fähig ist, dass sämtliche Körperfunktionen von der Ent- und Versorgung durch das Nerven- und Gefäßsystem abhängen und dass eine Heilung durch die Förderung der Selbstheilungskräfte des Körpers möglich ist. 

Ultraschall / Elektrotherapie

Die Ultraschalltherapie verwendet Schallwellen, die das Gewebe in eine mechanische Schwingung bringt. Durch diese Bewegung entsteht eine Mikromassage. Ein weiterer Effekt des Ultraschalls entsteht durch die Schallresorption. Dadurch entsteht eine Wärmeentwickelung die therapeutisch genützt wird. Dadurch wird sowohl die Durchblutung gefördert als auch der Selbstheilungsprozess unterstützt.

 

Die elektrische Stimulation der Nerven (TENS) hingegen verspricht eine angenehme Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen bei diversen Krankheitsbildern. Dabei werden mit ungefährlichen, dosierten Stromanwendungen (Betrieben mit einer handelsüblichen 9V-Batterie) Schmerzende Körperregionen so stimuliert, dass der Schmerz vom Strom überlagert wird und so wieder eine normale, schmerzfreie Bewegung möglich ist. Das Anwendungsgebiet der Stromapplikation ist sehr breit, so können auch mit bestimmten Frequenzen Muskeln trainiert werden, die nach einer Verletzung nicht mehr richtig aktiviert werden können (Neuromuskuläre Elektrostimulation NMES). Dabei gilt zu beachten, dass Stromapplikationen bei Metall- und Herzschrittmacherimplantaten sowie bei grösseren Hautdefekten nicht angewendet werden kann. Ansonsten ist die Anwendung von Strom in der Therapie interessant, da ein entsprechendes Gerät in der Anschaffung verhältnismässig günstig ist und bei Bedarf vom Patienten zuhause selbst appliziert werden kann.

Lymphdrainage

Das Lymphgefässsystem ist für den Abtransport von Flüssigkeit und Eiweiss aus dem Gewebe zuständig. Wird der Lymphfluss durch ein Trauma oder eine Operation gestört, bildet sich eine Schwellung, ein sogenanntes Ödem. Die Manuelle Lymphdrainage setzt spezielle Massagetechniken ein, um die Lymphgefässe und –Knoten anzuregen. Zusätzlich braucht es manchmal eine Kompressionstherapie. Dabei wird mittels speziellen unterpolsterten Bandagen der Druck auf das geschwollene Gewebe erhöht und somit der Abtransport unterstützt. 

Massage

Die klassische Massage ist ein wichtiger Bestandteil der physiotherapeutischen Behandlung. Sie wirkt entspannend, senkt den Muskeltonus und fördert die Durchblutung. Die klassische Massage wird sowohl als eigentliche Therapie, wie auch als vorbereitende Massnahme für andere Therapien (z.B. manuelle Therapie) eingesetzt.

Sie können aber auch als Selbstzahler entsprechende Massagetermine vereinbaren 

Heimbehandlung

Wir behandeln und betreuen Patienten aus Schaffhausen, welche aus gesundheitlichen Gründen nicht zu uns kommen können gerne auch zu Hause oder im Wohnheim. Bei ärztlich verordneter Domizilbehandlung werden die Kosten dafür von der Grundversicherung gedeckt, fragen Sie unverbindlich bei uns nach.

 

Blackroll

Die Behandlung von Faszien ist in vielen Behandlungskonzepten vertreten, am Populärsten ist wohl die Behandlung von Faszienverklebungen mit der Blackroll. Dabei werden mit möglichst viel Druck und sehr langsamer Bewegung (1 min pro cm2) die sogenannten Crosslinks oder Verklebungen zwischen Muskulatur, Faszien und Epidermis aufgebrochen. Die Behandlung kann gut selbst durchgeführt werden und benötigt ausser einer Blackroll nur das nötige Durchhaltevermögen und die Disziplin, in den Schmerz hinein zu arbeiten. Das Ergebnis wird Sie dafür Entschädigen, behandelte Körperpartien fühlen sich leicht an, sind besser beweglich und können sich schneller regenerieren. 

Medical Flossing

Medical Flossing Medical Flossing ist eine neue, effektive Trainings- und Therapiemethode im Bereich der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten. Schmerzen z. Bsp. nach intensivem Lauftraining werden schnell reduziert und die Mobilität von Gelenken und Gewebe gesteigert. Auch eine schnellere Regeneration ist durch das Medical Flossing möglich. Dabei wird ein Flossing-Band (dehnbares, 1-2 mm starkes Gummiband) grossflächig auf die zu behandelnde Stelle angelegt, um anschliessend gezielte Übungen für die betroffene Muskulatur durchzuführen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Dauer der Applikation des Flossing-Bands 2 Minuten nicht überschreitet. Ausserdem ist bei Herzbeschwerden, Tumoren, Thrombosen, akuten Entzündungen sowie Latexallergien vom Flossing abzuraten. Der hohe Druck während der Applikation führt zum Lösen von Verklebungen und nach Entfernung des Bandes reagiert der Körper mit einer Mehrdurchblutung des betroffenen Gebietes was den Abtransport von Abfallstoffen ankurbelt. Während der Applikation werden gezielte Übungen für die Betroffene Stelle durchgeführt, um den Effekt der Mehrdurchblutung noch zu verstärken.